Ausrüstung: Törnplanung mit Opensource Seekarten

Von Binnengewässern kenne ich die Revierführer als Ringband. Auf der Nordsee, der Ostsee und auch im Mittelmeer habe ich bislang gedruckte Seekarten zur kurzen Törnplanung genutzt, von Marina A zu Marina B, und dann jeweils auf dem Boot die Koordinaten als Wegpunkte in das Navi eingegeben. In Foren, bei Facebook und auch von meinem Schwager habe ich immer mal wieder gehört, dass das inzwischen einfacher ist. Gerade für längere oder komplexere Routen kann man die Wegpunkte daheim am Computer oder Tablet direkt aus digitalen Seekarten raussuchen und dann mit dem Navi synchronisieren. Tolle Sache, erspart es doch Zeit auf dem Boot, wenn man das in einem Rutsch machen kann. Zumal man sicherlich so auch Alternativrouten vorbereiten kann. Ich nehme mir also vor auch in den Genuss dieses Komforts zu kommen. Nur, wo anfangen?

Erste Anlaufpunkt ist natürlich mein Schwager. Der ist genauso technophil wie ich und segelt immerhin mit seiner Odin 820 und der Familie jedes Jahr im Mittelmeer. Da kommt sie schon, die erste Klatsche, „Ich mach das auch dem Mac und synchronisiere das dann mit dem iPad und blablabla.“ Nach „Mac“ habe ich mich schon geistig verabschiedet, denn ich bin seit 2006 Apple-frei (und das ist gut so). Von meiner Segelgruppe bei Facebook erfahre ich, dass anscheinend die für Apple verfügbare Software das Maß aller Dinge ist. Schließlich ein kleiner Lichtblick bei Stephan, der nutzt Navonics, hat aber anscheinend demnächst was Neues am Start. Navonics hat immerhin eine Seekarten WebApp und bietet Apps sowohl für Android als auch iOS und auch Windows Mobile. Das ist doch schon mal was!

Bei weiteren Recherchen stoße ich auf das Projekt Openseamap. Heureka! Die nächsten Tage und Wochen werde ich mal schauen, was das gute Stück so alles kann und ob es sich für meine Planung eignet. Darüberhinaus bin ich für alle Tipps, Empfehlungen und Erfahrungen zu digitalen Seekarten dankbar.

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