Segeln in der Ägäis – Chios

Von Athen nach Chios
Von Athen nach Chios

Chios war Startpunkt unserer Reise im Mai. Von Athen aus ging es mit Olympic Air hierher. Bereits im Anflug sieht man, dass Chios zwar zu den größeren Inseln der Ägäis gehört, tatsächlich ist sie die fünftgrößte Insel Griechenlands, aber nur dünn besiedelt ist. Das Inselinnere wird, wie bei vielen Inseln in der Gegend, von Bergen dominiert. Auf der Ostseite der Insel liegt der Chios National Airport, „Omiros“. Von hier aus sind es nur knapp 10 Minuten mit dem Taxi nach Norden in die Innenstadt von Chios.

Dass die Insel seit 5.000 Jahren bewohnt ist, glaubt man sofort. Wahrscheinlich sind einige Straßen mindestens genauso alt. In einem erfreulicheren Zustand ist der Hafen. Entlang der Südmole finden Yachten jeglicher Größe Platz und es gibt ausreichend Säulen für Landstrom und Wasser. Angelegt wird hier, wie meist im Mittelmeer, „römisch-katholisch„, also mit ausgebrachtem Buganker und Heckleinen. Moorings sucht man vergeblich. Zwar gibt es ganz im Osten der Pier ein paar Moorings, aber die sind den Fischern vorbehalten.

Frühstück in Chios
Frühstück in Chios

Entlang des Hafens hat Chios einiges zu bieten. Da sind zum einen Dutzende Cafes, Bars und Restaurants, aber auch Mietwagenstationen und Yachtausstatter. Südlich des Hafens, bereits eine Querstraße hinter den Bars, findet man Supermärkte, bei denen man sich nach Herzenslust verproviantieren kann. Wichtig: bitte keinen Lebensmitteldiscounter erwarten. Viel eher gleichen die Märkte gut sortierten Tante-Emma-Läden oder Berliner Spätis. Trotzdem muss man nichts vermissen! Wer kein Griechisch spricht, braucht keine Sorge haben nicht verstanden zu werden. Wie in jeder Stadt, die auf Touristen eingestellt ist, kann man getrost auf Englisch zurückgreifen.

Galeerenanker am Nordpier von Chios
Galeerenanker am Nordpier von Chios

Überhaupt hat Chios Touristen einiges zu bieten und dazu muss man sich nicht mal unbedingt aus der Stadt rausbewegen. Nördlich des Hafens, nur ein paar Fußminuten in die Altstadt hinein, ist ein wunderschön restauriertes türkisches Hamam Bad aus dem 16. Jahrhundert. Einen Steinwurf davon entfernt, ist der historische Marktplatz. Folgt man von diesem aus der alten Hauptstraße, die eine charmante Flaniermeile ist, erreicht man den heutigen Stadtkern und dort das Rathaus und den weitläufigen Stadtpark. Spätestens hier, unter den Palmen auf einer Parkbank, stellt sich beim gestressten Mitteleuropäer das Urlaubsgefühl ein.

Unbedingt probieren! Das lokale Craft Bier.
Unbedingt probieren! Das lokale Craft Bier.

Trotz aller Entspannung muss man ja irgendwann weiter. Die Verkehrsanbindung von Chios ist traumhaft! Sowohl per Flieger, als auch per Fähre, hat man eine riesige Auswahl an Zielen, darunter Rhodos, Piräus, Thessaloniki, Samos oder Lesbos.  Wir hatten die Fähre von Chios nach Cesme, also auf das etwa 3 Seemeilen entfernte türkische Festland, genommen. Die Fähre fährt in der Saison zwei Mal täglich, morgens und abends. Wann genau Saison ist, konnte uns allerdings niemand sagen. Auch das ist Griechenland: warten was passiert, bis es passiert.

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